Lea Gocht im CCFA Karlsruhe: Hybride Körper zwischen Zukunft und Vergangenheit

Event: Inhale the future ... exhale the past von Lea Gocht in Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe, Karlstraße 52-54, 76133 Karlsruhe on 26. September 2026

Datum und Uhrzeit

26. September 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe
Karlstraße 52-54, 76133 Karlsruhe, Deutschland

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Lea Gocht lässt hybride Katzenwesen durch die Zukunft rasen

Am 26. September 2026 eröffnet im Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe die Ausstellung Inhale the future ... exhale the past von Lea Gocht. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr und findet im Rahmen der Ausstellungsreihe Retour de Paris statt. Der Eintritt ist frei.

Zwischen Körper, Katze und Maschine

Lea Gocht präsentiert eine Weiterentwicklung des zweiten Teils ihrer Installationsserie anhedonia. Im Zentrum stehen hybride Stoffwesen, die einen weiblich gelesenen Körper mit der Physiognomie einer Katze verbinden. Mit verlängerten Extremitäten, aufrechter Körperhaltung und greifenden Daumen sitzen die Figuren am Steuer kleiner Autos und verwandeln die Räume des Centre Culturel Franco-Allemand in eine eigentümliche Bühne zwischen Fürsorge, Geschwindigkeit und Selbstinszenierung.

Goldketten, Slogans und kulturelle Reibung

Die textilen Wesen tragen Goldketten und T-Shirts mit Aufdrucken wie Enough Drama, Positive Energy oder inhale the future … exhale the past. Lea Gocht verbindet dabei Elemente der Installation, des Kunsthandwerks und der Popästhetik. Die scheinbar spielerische Bildsprache öffnet Fragen nach Körperbildern, Rollenmustern, Begehren, Konsum und dem Verhältnis von emotionaler Fürsorge zu gesellschaftlichem Leistungsdruck.

Eine ästhetische Erfahrung zwischen Bewegung und Stillstand

Die Ausstellungsatmosphäre lebt vom Kontrast zwischen den weichen, stofflichen Oberflächen der Figuren und der technischen Idee des Automobils. Die Werkbetrachtung führt von der haptischen Materialität über die skulpturale Form bis zur Installation als räumlichem Gesamtbild. So entsteht ein sinnliches Kunsterlebnis, in dem textile Körper, glänzende Accessoires und pointierte Sprache miteinander konkurrieren und zugleich eine überraschend fragile Ästhetik entwickeln.

Kunsthistorische Einordnung und aktuelle Perspektiven

Gocht arbeitet in einer zeitgenössischen Kunstrichtung, die textile Skulptur, feministische Bildkritik und populärkulturelle Zeichen miteinander verschränkt. Ihre Installation reagiert auf vertraute Motive der Gegenwart und überführt sie in eine eigensinnige, ambivalente Bildwelt. Das Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe schafft dafür einen Ort des deutsch-französischen Austauschs, der zeitgenössische Kunst, kulturelle Bildung und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verbindet.

Lea Gocht in Karlsruhe

Lea Gocht lebt und arbeitet in Berlin und Karlsruhe. Im Jahr 2025 erhielt sie in Karlsruhe den Werner-Stober-Preis. Bei der Eröffnung sprechen Lea Gocht und Lizzy Ellbrück. Die Ausstellung ist nach der Vernissage bis zum 31. Oktober 2026 während der Öffnungszeiten der Stiftung zu sehen.

Fazit: Ein Kunsterlebnis zwischen Fürsorge und Geschwindigkeit

Inhale the future ... exhale the past verspricht eine ungewöhnliche ästhetische Erfahrung zwischen textiler Skulptur, Installation und popkultureller Bildsprache. Wer zeitgenössische Kunst, feministische Perspektiven und räumliche Inszenierungen mit eigenwilligem Humor entdecken möchte, sollte diese Ausstellung live erleben und den hybriden Stoffwesen durch die Räume des CCFA folgen.

Offizielle Kanäle von Lea Gocht:

Quellen:

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