ES WAR ZWANZIG VOR NEUN in Karlsruhe: Rätselhaftes Theater in der Orgelfabrik


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Ein Sommerabend voller Geheimnisse in der Orgelfabrik
Mit ES WAR ZWANZIG VOR NEUN öffnet das Theater in der Orgelfabrik in Karlsruhe eine Tür zu einer Welt aus Erbschaft, Intrige und schwebender Ungewissheit. Die Uraufführung von Gabriele Michel und Franco Rosa führt frei nach Charles Dickens in ein altmodisches, fast verfallenes Haus, in dem die Zeit stillzustehen scheint und jede Figur ein eigenes Geheimnis mitbringt.
Wenn die Uhr stehen bleibt, beginnt das Spiel
Miss Havisham lebt mit ihrer Adoptivtochter Estella in einem Haus, das wie aus der Zeit gefallen wirkt. Genau daraus bezieht das Stück seine Spannung: aus der Atmosphäre des Verfalls, aus dem Reiz des Unerklärlichen und aus der Frage, was damals um zwanzig vor neun geschehen ist. Die Dramaturgie entfaltet sich als Kammerspiel mit grotesken Zuspitzungen, familiären Reibungen und einer Erbschaft, die alle Figuren in Bewegung setzt.
Charles Dickens als Inspirationsquelle, nicht als Museum
Die Inszenierung nimmt sich die Welt von Große Erwartungen zum Ausgangspunkt und verwandelt sie in ein eigenständiges Autorentheater. Statt bloßer Nacherzählung entsteht ein Bühnenerlebnis mit scharf gezeichneten Charakteren, schaurig-groteskem Unterton und jener besonderen Theateratmosphäre, für die die Orgelfabrik seit Jahrzehnten bekannt ist. Offizielle Angaben sprechen von einer sommerlichen Bühnenarbeit mit Geheimnissen, Intrigen und großen Gefühlen.
Ein Ensemble, das den Raum zum Klingen bringt
Franco Rosa führt Regie, Peter Schmitt zeichnet für das Licht verantwortlich. Auf der Bühne stehen unter anderem Martina Eckrich, Gabriele Michel, Ulrike Schmitt, Véronique Weber, Oliver Fobe, Oliver Grimm, Rainer Haring, Johannes Hauser, Franco Rosa und Winfried Spiegel. Gerade in der Orgelfabrik mit ihrem bewusst erhaltenen morbiden Charme wird aus dieser Besetzung ein dichtes Zusammenspiel von Schauspielkunst, Raum und Stimmung.
Warum dieser Theaterabend neugierig macht
Wer große Literatur in einer originellen Neubefragung liebt, findet hier eine Inszenierung voller Andeutungen, Figurenkraft und subtiler Spannung. Das Stück verspricht kein museales Kostümbild, sondern ein lebendiges Spiel mit Erbe, Macht und Erinnerung. Die Publikumsreaktion dürfte zwischen Staunen, Schmunzeln und gespannter Aufmerksamkeit pendeln.
Fazit: ES WAR ZWANZIG VOR NEUN verspricht einen klugen, atmosphärischen Theaterabend mit rätselhafter Familie, grotesken Wendungen und viel Karlsruher Bühnencharme. Wer literarische Vorlagen, starke Charaktere und besondere Spielorte schätzt, sollte dieses Bühnenerlebnis live erleben.
Offizielle Kanäle von Theater in der Orgelfabrik:
- Instagram: https://www.instagram.com/thidor_karlsruhe/
- Facebook: https://www.facebook.com/thidor.karlsruhe/
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.theaterinderorgelfabrik.de/










