Transplantation der Zukunft in Karlsruhe: Organe aus dem Drucker


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Wenn der Körper aus dem Drucker kommt: Die Medizin der Zukunft im KIT
Wie entstehen künftig Gewebe, Herzklappen und vielleicht sogar ganze Organe? Das Colloquium Fundamentale des Karlsruher Instituts für Technologie widmet sich am 5. November 2026 einer der faszinierendsten Fragen moderner Medizin. Prof. Dr. Ute Schepers, wissenschaftliche Sprecherin des KIT-Zentrums Health Technologies, eröffnet die Vortragsreihe mit Einblicken in den 3D-Biodruck und seine Chancen für die Transplantationsmedizin.
3D-Biodruck zwischen Forschung und Klinik
Im Atrium des InformatiKOM erleben Besucherinnen und Besucher einen wissenschaftlichen Abend über gedruckte Gewebe, Organmodelle und künftige Implantate. Der Vortrag zeigt, wie Biomaterialchemie, Zellbiologie und additive Fertigung zusammenwirken, damit lebende Strukturen Schicht für Schicht nach digitalen Vorlagen entstehen.
Mini-Organe, Organ-on-Chip und neue Wirkstoffe
Gedruckte Gewebe eröffnen bereits heute neue Wege für die medizinische Forschung. Humane Mini-Organe und Organ-on-Chip-Modelle helfen bei Wirkstofftests und können langfristig dazu beitragen, Tierversuche zu reduzieren. Die Veranstaltung ordnet diese Entwicklungen fachlich ein und macht greifbar, welche Schritte auf dem Weg zur klinischen Anwendung noch bevorstehen.
Babyherzklappen aus tierfreiem Kollagen
Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die Entwicklung von Babyherzklappen am KIT. Herkömmliche Prothesen wachsen nicht mit und erfordern im Verlauf der Kindheit wiederholte Operationen. Das KIT erforscht deshalb Herzklappen aus veganem, tierfreiem Kollagen, die per 3D-Biodruck mit patienteneigenen Zellen besiedelt werden. Form und Material sollen dabei so gestaltet werden, dass die Klappen den Belastungen im kindlichen Herzen standhalten und sich langfristig in körpereigenes Gewebe umbauen können.
Wissenschaft im Dialog mit der Gesellschaft
Das Colloquium Fundamentale verbindet Expertise aus der Forschung mit einer verständlichen Zielgruppenansprache. Neben den technischen Möglichkeiten stehen auch ethische, gesellschaftliche und gesundheitspolitische Fragen im Mittelpunkt: Wie gerecht bleibt medizinischer Fortschritt? Welche Chancen bietet personalisierte Versorgung? Und wann wird aus einer visionären Idee ein sicherer Therapieansatz?
Die Veranstaltung gehört zur Reihe Am Puls der Zukunft. Perspektiven auf Medizin und Gesundheitssystem von morgen im Wintersemester 2026/2027. Sie steht im Zeichen des Wissenschaftsjahrs 2026 Medizin der Zukunft und ist zugleich Side-Event der Karlsruher Wissenschaftsreihe EFFEKTE.
Fazit: Zukunftsmedizin verständlich und anschaulich erleben
Das Publikum erwartet ein konzentrierter Abend mit wissenschaftlichen Perspektiven, konkreten Forschungsbeispielen und einer lebendigen Event-Atmosphäre. Wer sich für Biotechnologie, Medizintechnik, Transplantation, Robotik oder die Zukunft des Gesundheitssystems interessiert, erhält im KIT fundierte Einblicke in ein Forschungsfeld mit großer gesellschaftlicher Bedeutung. Der Eintritt ist frei.
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