Frauen in der DDR in Karlsruhe: Zwischen Anspruch und Lebenswirklichkeit

Event: Frauen in der DDR in Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe, Ignatius-Saal, Kriegsstraße 37, 76133 Karlsruhe on 5. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

5. Oktober 2026 09:30 Uhr

Veranstaltungsort

Bildungszentrum Roncalli-Forum
Kriegsstraße 37, 76133 Karlsruhe, Deutschland

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Frauen in der DDR: Zwischen Gleichberechtigung und Lebenswirklichkeit

Wie gleichberechtigt waren Frauen in der DDR tatsächlich? Der Frauengesprächskreis im Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe nimmt am 5. Oktober 2026 politische Leitbilder, berufliche Realität und den Alltag von Frauen in der DDR unter die Lupe. Referentin Dr. Ursula Degen verbindet historische Einordnung mit biografischen Einblicken und lädt zu einem offenen Austausch ein.

Zwischen Verfassung und Alltag

Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen war in der Verfassung der DDR festgeschrieben. Gleichzeitig blieben politische Spitzenpositionen überwiegend Männern vorbehalten. Im Gespräch wird untersucht, wo der staatliche Anspruch der Realität entsprach und an welchen Stellen deutliche Unterschiede sichtbar wurden.

Berufstätigkeit als gesellschaftliche Norm

Über 90 Prozent der Frauen in der DDR waren erwerbstätig. Damit erreichte die DDR eine besonders hohe Beschäftigungsquote. Ein Leben als Nur-Hausfrau galt vielfach als unerwünscht. Welche Gründe hinter dieser Entwicklung standen und welche Folgen sie für Ehemänner, Familienväter und Kinder hatte, gehört zu den zentralen Fragen des Vormittags.

Frauen in Wirtschaft und Führung

Auch die Arbeitswelt zeigt ein ambivalentes Bild. Frauen besetzten knapp ein Drittel der leitenden Positionen im mittleren Management. Auf Direktorenposten oder in Vorständen Volkseigener Betriebe blieben sie hingegen die Ausnahme. Der Gesprächskreis widmet sich deshalb auch der Frage, ob gleicher Lohn für gleiche Arbeit tatsächlich verwirklicht wurde.

Biografien, Austausch und neue Perspektiven

Neben dem politischen Umfeld stehen einzelne Frauen und ihre Lebenswege im Mittelpunkt. Biografische Aspekte machen historische Entwicklungen greifbar und eröffnen einen persönlichen Zugang zur Lebenswirklichkeit in der DDR. Die Publikumsstimmung lebt dabei vom Dialog: Fragen, eigenes Wissen und unterschiedliche Erfahrungen fließen in die Veranstaltung ein.

Dr. Ursula Degen studierte Germanistische Mediävistik, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Linguistik. Sie arbeitet als freiberufliche Rhetoriktrainerin und Lehrbeauftragte. Ihre fachliche Perspektive unterstützt eine fundierte Organisation des Gesprächs und eine abwechslungsreiche Zielgruppenansprache.

Fazit

Der Frauengesprächskreis bietet ein konzentriertes Veranstaltungserlebnis für alle, die sich für deutsche Zeitgeschichte, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Veränderungen interessieren. Wer die DDR nicht nur anhand politischer Schlagworte, sondern aus der Perspektive des Alltags verstehen möchte, erlebt im Ignatius-Saal einen anregenden Vormittag mit Raum für Fragen und Austausch.

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Quellen:

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