
Karlsruhe
Karlstraße 45A, 76133 Karlsruhe, Deutschland
Stiftung Forum Recht | Ausstellung & Veranstaltungen
Die Stiftung Forum Recht in Karlsruhe ist ein besonderer Ort für alle, die verstehen möchten, wie Recht und Rechtsstaat das tägliche Leben prägen. Anders als ein klassisches Museum oder eine reine Bildungseinrichtung verbindet die Stiftung Ausstellungen, Gesprächsreihen, Podiumsdiskussionen, Fortbildungen, Studienreisen und digitale Angebote. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Vermittlung juristischer Inhalte, sondern der offene Austausch: Welche Erfahrungen machen Menschen mit Recht? Wie entstehen Regeln? Wer hat Zugang zur Justiz? Und wie lässt sich Rechtsstaatlichkeit in einer demokratischen Gesellschaft stärken?
Der Sitz der bundesunmittelbaren Stiftung öffentlichen Rechts liegt in der Karlsruher Karlstraße 45 A. Karlsruhe ist als Residenz des Rechts mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof eng verbunden und bietet damit ein besonders passendes Umfeld für die Arbeit der Stiftung. Gleichzeitig ist Forum Recht nicht auf einen Ort beschränkt. Neben Karlsruhe gehört Leipzig zum festen Standortkonzept; außerdem ist die Stiftung mit mobilen Ausstellungen in vielen deutschen Städten und mit digitalen Formaten aktiv. Besucherinnen und Besucher erwartet deshalb kein statisches Angebot, sondern ein lebendiger Veranstaltungsort, an dem aktuelle rechtspolitische, gesellschaftliche und historische Fragen verständlich diskutiert werden.
Stiftung Forum Recht Karlsruhe: Auftrag, Gesetz und Entstehung
Die Stiftung Forum Recht wurde im Mai 2019 durch ein Gesetz des Deutschen Bundestages als bundesunmittelbare Stiftung öffentlichen Rechts errichtet. Das Forum-Recht-Gesetz bildet die rechtliche Grundlage für ihre Arbeit und sieht neben Karlsruhe auch einen Standort in Leipzig vor. Der Auftrag besteht darin, aktuelle Fragen von Recht und Rechtsstaat aufzugreifen, darüber zu informieren und Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. Damit richtet sich die Stiftung nicht ausschließlich an Juristinnen und Juristen. Angesprochen werden vielmehr alle Menschen, die sich für Demokratie, Gerechtigkeit, staatliche Regeln und ihre eigenen Rechte interessieren.
Die Idee für ein Forum Recht entstand nicht plötzlich. Erste Überlegungen reichen bis zur Bewerbung Karlsruhes als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2010 zurück. Damals entstand die Vorstellung eines Europäischen Hauses der Gerechtigkeit. Ein privater Initiativkreis griff diese Idee später wieder auf und entwickelte sie gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik, Justiz, Wissenschaft und Kultur weiter. 2016 bewilligte der Deutsche Bundestag Mittel für eine Machbarkeitsstudie. Zwei Fachsymposien im Jahr 2018 vertieften die inhaltlichen und baulichen Überlegungen. Die Ergebnisse dieser Vorarbeiten bildeten eine wichtige Grundlage für das Gründungsgesetz vom 13. Mai 2019.
Die Entwicklung zeigt, dass die Stiftung von Beginn an als Dialogort konzipiert wurde. Es geht nicht nur darum, Gesetzestexte auszustellen oder Gerichtsentscheidungen zu erklären. Vielmehr sollen Besucherinnen und Besucher einen persönlichen Bezug zu den Themen finden. Mietverträge, Arbeitsverhältnisse, Familienfragen, Datenschutz, Verkehr, Wahlen, Meinungsfreiheit und staatliche Entscheidungen gehören zu den Situationen, in denen Recht den Alltag ordnet. Forum Recht macht diese Zusammenhänge sichtbar und fragt zugleich, ob geltende Regeln fair, verständlich und zugänglich sind.
Der Begriff Rechtsstaat wird dabei nicht als abstrakte Formel behandelt. Die Stiftung verdeutlicht, dass Rechtsstaatlichkeit mit unabhängigen Gerichten, Grundrechten, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit und dem Schutz vor staatlicher Willkür verbunden ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Menschen ihre Rechte tatsächlich kennen und durchsetzen können. Aus diesem Grund verbindet die Stiftung historische Perspektiven mit aktuellen Debatten und praktischen Bildungsangeboten. Karlsruhe ist somit nicht nur die Adresse der Stiftung, sondern ein zentraler Ausgangspunkt für eine bundesweite Auseinandersetzung mit Recht und Demokratie.
Ausstellung und Vermittlung: Recht verständlich und interaktiv erleben
Ein Schwerpunkt der Stiftung Forum Recht liegt auf Ausstellungen und Vermittlungsangeboten. Dabei verfolgt die Stiftung einen interaktiven Ansatz. Recht soll nicht nur gelesen oder gehört, sondern möglichst konkret erlebt, hinterfragt und mit eigenen Erfahrungen verbunden werden. Die Formate greifen Situationen auf, die vielen Menschen bekannt sind: eine Wohnung mieten, einen Arbeitsvertrag unterschreiben, im Straßenverkehr unterwegs sein, eine Familie gründen, einkaufen, digitale Dienste nutzen oder mit Behörden kommunizieren. In all diesen Bereichen gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, auch wenn sie im Alltag oft unsichtbar bleiben.
Besonders anschaulich ist die mobile Pop-up-Ausstellung Recht – Spielregeln des Alltags. Sie wurde an Bahnhöfen, auf Marktplätzen, in Einkaufszentren und an anderen öffentlichen Orten gezeigt. Das Konzept bringt rechtliche Themen dorthin, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Statt auf ein klassisches Museumsgebäude angewiesen zu sein, nutzt die Ausstellung den öffentlichen Raum und lädt spontan zum Mitmachen ein. Die Besucherinnen und Besucher können über Fragen, Quiz-Elemente, Drehwürfel, Kartensets und digitale Beteiligungsmöglichkeiten verschiedene Perspektiven auf Recht und Rechtsstaat kennenlernen.
Bei der Leipziger Station im Jahr 2025 wurde die Ausstellung auf dem Kurt-Masur-Platz vor der Universitätsmensa gezeigt. Die Präsentation war rund um die Uhr zugänglich und der Eintritt war frei. Über QR-Codes und eine WebApp konnten Besucherinnen und Besucher eigene Erfahrungen in Form von Videos teilen. Dadurch wuchs die Ausstellung während ihrer Laufzeit weiter und machte sichtbar, wie unterschiedlich Menschen rechtliche Situationen erleben. Ergänzend fanden offene Gesprächsrunden mit Rechtsprofis statt. Solche Angebote zeigen den charakteristischen Stil der Stiftung: Information wird mit Beteiligung, Begegnung und persönlicher Reflexion verbunden.
Die Ausstellungsarbeit richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Schulklassen, Studierende, Lehrkräfte, Familien, politisch interessierte Erwachsene und Fachleute können jeweils eigene Zugänge finden. Komplexe juristische Fragen werden nicht unnötig vereinfacht, aber so aufbereitet, dass auch Menschen ohne juristische Vorbildung folgen können. Die Stiftung arbeitet außerdem mit Partnerinnen und Partnern aus Justiz, Wissenschaft, Gesellschaft, Kunst, Kultur und politischer Bildung zusammen. So entstehen Formate, in denen juristische Expertise und Alltagserfahrung gleichberechtigt aufeinandertreffen.
Für Besucherinnen und Besucher in Karlsruhe ist die Ausstellungstätigkeit besonders interessant, weil die Stadt als Ausgangspunkt vieler Projekte dient. Auch wenn nicht jede Präsentation dauerhaft in der Karlstraße 45 A zu sehen ist, können dort Veranstaltungen, Gespräche und begleitende Formate stattfinden. Wer die Stiftung besuchen möchte, sollte deshalb das aktuelle Programm prüfen und zwischen dauerhaftem Standort, temporärer Ausstellung und mobilen Angeboten unterscheiden.
Veranstaltungen, Programm und Gesprächsreihen in Karlsruhe
Das Veranstaltungsprogramm der Stiftung Forum Recht ist vielfältig und thematisch offen. Eine wichtige Gesprächsreihe trägt den Titel Let’s Talk About Recht. Sie beschäftigt sich mit aktuellen Fragen und verbindet Impulse von Fachleuten mit einer interaktiven Diskussion. Die Reihe kann Themen behandeln, die unmittelbar aus dem Alltag stammen, etwa das Verhältnis von Recht und Emotionen, die Bedeutung des Rechtsgefühls oder den Schutz persönlicher Gefühle. Dadurch wird deutlich, dass rechtliche Fragen nicht ausschließlich sachlich und technisch sind, sondern häufig mit Vertrauen, Angst, Konflikten, Hoffnungen und persönlichen Erfahrungen zusammenhängen.
Daneben veranstaltet die Stiftung Podiumsgespräche, bei denen historische, politische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenkommen. Ein Beispiel aus Karlsruhe ist das Gespräch Regiert Karlsruhe mit?, das die Rolle des Bundesverfassungsgerichts im demokratischen Rechtsstaat thematisiert. Solche Veranstaltungen greifen die besondere Bedeutung Karlsruhes als Standort zentraler deutscher Gerichte auf, vermeiden jedoch einen rein lokalen Blick. Die Frage, wie Gerichte Macht kontrollieren, Grundrechte schützen und politische Entscheidungen beeinflussen, betrifft Menschen in ganz Deutschland.
Zum Programm gehören außerdem Dialogformate, Workshops, Fortbildungen und öffentliche Veranstaltungen zu wechselnden Jahresthemen. Seit 2022 arbeitet die Stiftung mit Jahresthemen, die als roter Faden für ihre Aktivitäten dienen. Die Themen werden nicht isoliert behandelt, sondern in Ausstellungen, Diskussionen, Bildungsangeboten und digitalen Formaten aus verschiedenen Blickwinkeln aufgegriffen. Dadurch entsteht ein Programm, das sowohl einzelne Abendveranstaltungen als auch längerfristige Bildungsprozesse ermöglicht.
Die Veranstaltungen richten sich nicht nur an ein Fachpublikum. Viele Angebote sind so konzipiert, dass Besucherinnen und Besucher ohne juristische Vorkenntnisse teilnehmen können. Fragen aus dem Publikum und persönliche Erfahrungen sind ausdrücklich erwünscht. Die Stiftung möchte Räume schaffen, in denen Unsicherheiten angesprochen werden dürfen. Wer einen Begriff aus dem Recht nicht versteht, eine Entscheidung als ungerecht empfindet oder wissen möchte, wie ein Verfahren funktioniert, soll einen niedrigschwelligen Zugang finden.
Für die Planung eines Besuchs ist wichtig, zwischen kostenfreien öffentlichen Veranstaltungen und Angeboten mit Anmeldung zu unterscheiden. Der Eintritt zu vielen Gesprächsformaten und Ausstellungen ist frei, bei Workshops, Fortbildungen oder Studienreisen gelten teilweise eigene Teilnahmebedingungen. Termine, Uhrzeiten, Veranstaltungsorte und Hinweise zur Anmeldung veröffentlicht die Stiftung in ihrem Kalender. Da Veranstaltungen sowohl in Karlsruhe als auch in Leipzig, digital und mobil stattfinden, empfiehlt sich vor der Anreise ein Blick auf die konkrete Terminseite.
Die Karlstraße 45 A ist dabei nicht als klassische Konzerthalle mit festem Saalplan oder dauerhaftem Bühnenprogramm zu verstehen. Die Räume dienen als Ort für Bildung, Austausch, Veranstaltungen und Begegnungen. Eine pauschale Veranstaltungskapazität wird öffentlich nicht als feste Kennzahl angegeben. Je nach Format, Bestuhlung und Veranstaltung kann sich die tatsächliche Teilnehmerzahl unterscheiden. Für Gruppen, Schulklassen oder besondere Anforderungen ist eine direkte Anfrage bei der Stiftung sinnvoll.
Stiftung Forum Recht Leipzig, Karlsruhe und mobile Formate
Das Standortkonzept der Stiftung umfasst Karlsruhe und Leipzig. Karlsruhe ist Sitz der Stiftung und eng mit der deutschen Justizlandschaft verbunden. Leipzig ergänzt dieses Profil um eine Stadt mit einer eigenen Geschichte von Demokratiebewegung, gesellschaftlichem Wandel und institutioneller Rechtsprechung. Der Leipziger Standort liegt in der Universitätsstraße 20 im Zentrum der Stadt. Beide Orte bieten unterschiedliche städtische Kontexte und ermöglichen es der Stiftung, verschiedene Zielgruppen anzusprechen.
Die Verbindung zwischen Karlsruhe und Leipzig ist nicht nur organisatorisch. Sie ist auch inhaltlich wichtig. Recht und Rechtsstaat werden aus unterschiedlichen regionalen, historischen und gesellschaftlichen Blickwinkeln betrachtet. Veranstaltungen können an einem Standort beginnen und am anderen fortgeführt werden. Mobile Ausstellungen übertragen die Inhalte zusätzlich in andere Städte. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk aus festen Orten, temporären Stationen und digitalen Räumen.
Leipzig war unter anderem Schauplatz der Pop-up-Ausstellung Recht – Spielregeln des Alltags. Vom 12. September bis zum 12. Oktober 2025 war sie auf dem Kurt-Masur-Platz zu sehen. Die Lage zwischen Universitätsmensa, Gewandhaus und Moritzbastei brachte die Ausstellung in ein stark frequentiertes innerstädtisches Umfeld. Die Station wurde in Kooperation mit der Stadt Leipzig und dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz umgesetzt. Begleitend fanden Gesprächsrunden statt, bei denen Besucherinnen und Besucher mit Rechtsanwältinnen, Richtern und weiteren Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten diskutieren konnten.
Die mobilen Angebote erfüllen eine wichtige Funktion: Sie zeigen, dass Recht nicht nur in Gerichten, Ministerien oder Universitäten stattfindet. Recht begegnet den Menschen in Wohnungen, Betrieben, Familien, Schulen, Behörden und im digitalen Raum. Wenn eine Ausstellung auf einem Marktplatz oder an einem Bahnhof steht, wird dieser Gedanke unmittelbar sichtbar. Menschen können ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen, einzelne Stationen ausprobieren und sich je nach Interesse länger oder kürzer mit einem Thema beschäftigen.
Auch digitale Formate gehören zur Arbeit der Stiftung. Über Online-Angebote, soziale Netzwerke, Podcasts, Videos und digitale Beteiligungsplattformen können Interessierte unabhängig vom Wohnort teilnehmen. Das ist besonders relevant für Menschen, die nicht regelmäßig nach Karlsruhe oder Leipzig reisen können. Gleichzeitig ersetzen digitale Angebote nicht den persönlichen Austausch. Die Stiftung kombiniert beide Ebenen und schafft so eine Verbindung zwischen Veranstaltungen vor Ort, mobilen Projekten und digitaler Kommunikation.
Wer nach dem Begriff Stiftung Forum Recht Leipzig sucht, findet deshalb nicht nur einen zweiten Standort, sondern ein Beispiel dafür, wie eine bundesweit arbeitende Bildungseinrichtung organisiert ist. Karlsruhe bleibt der Sitz der Stiftung, Leipzig ist ein gleichberechtigter Bestandteil des Standortkonzepts, und mobile sowie digitale Formate erweitern die Reichweite. Diese Kombination macht die Stiftung zu einem dezentralen Forum für Recht und Rechtsstaat.
Team, Direktor, Kuratorium und Stiftung Forum Recht Gesetz
Die Arbeit der Stiftung wird von einem Team an den Standorten Karlsruhe und Leipzig sowie von weiteren Partnerinnen und Partnern getragen. An der Spitze der Stiftung steht ein Direktorium. Dr. Cord Brügmann übernahm am 16. Juli 2024 die Leitung der Stiftung Forum Recht. Er ist Jurist und Historiker und war zuvor unter anderem als Rechtsanwalt, in Führungspositionen und in der Politikberatung tätig. In seiner Arbeit verbindet er rechtliche, historische und gesellschaftspolitische Perspektiven. Sein Profil passt damit zum Anspruch der Stiftung, juristische Themen verständlich und in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen.
Das Kuratorium ist ein zentrales Organ der Stiftung. Seine Zusammensetzung ist im Forum-Recht-Gesetz geregelt. Dazu gehören elf Mitglieder des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesministerien, je ein Mitglied der Städte Karlsruhe und Leipzig sowie hochrangige Juristinnen und Juristen und die oder der Vorsitzende des Stiftungsbeirats. Die Mitglieder werden grundsätzlich für fünf Jahre entsprechend der Legislaturperiode des Deutschen Bundestages entsandt.
Vorsitzende des Kuratoriums ist Bettina Limperg, die Präsidentin des Bundesgerichtshofs. Die Einbindung verschiedener Institutionen soll sicherstellen, dass die Stiftung unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt. Das Kuratorium ist nicht mit dem operativen Team gleichzusetzen. Während das Direktorium und die Mitarbeitenden die tägliche Arbeit, Programme und Projekte umsetzen, übernimmt das Kuratorium eine institutionelle und strategische Funktion.
Das Forum-Recht-Gesetz beschreibt die rechtliche Grundlage und den Auftrag der Stiftung. Es legt insbesondere fest, dass die Stiftung aktuelle Fragen des Rechts und des Rechtsstaats aufgreift und diese für alle gesellschaftlichen Gruppen erfahrbar machen soll. Die gesetzliche Verankerung erklärt, warum die Stiftung nicht lediglich ein privater Veranstalter oder ein kommerzieller Ausstellungsbetrieb ist. Sie handelt im öffentlichen Interesse und arbeitet mit Bildungs-, Kultur-, Justiz- und Wissenschaftspartnern zusammen.
Auch ein Förderverein unterstützt die Arbeit der Stiftung. Der Förderverein Forum Recht e. V. ging aus dem Karlsruher Initiativkreis hervor und begleitet die Entwicklung an beiden Standorten. Er kann beispielsweise Studienreisen, Stipendien oder weitere Aktivitäten fördern. Die Stiftung selbst bleibt davon institutionell zu unterscheiden. Wer sich über Team, Direktor, Kuratorium, Satzung oder das Gesetz informieren möchte, findet die maßgeblichen Informationen auf den offiziellen Seiten der Stiftung. Dort werden außerdem Tätigkeitsberichte, Entstehungsgeschichte und Materialien zur Stiftungsarbeit bereitgestellt.
Der Suchbegriff Stiftung Forum Recht Kritik verweist auf ein grundsätzlich wichtiges Thema: Öffentliche Bildungsinstitutionen müssen transparent erklären, wie sie arbeiten, welche Themen sie auswählen und wie unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen beteiligt werden. Die Stiftung reagiert darauf unter anderem mit Beteiligungsplattformen, öffentlichen Veranstaltungen, Tätigkeitsberichten und dialogischen Formaten. Eine pauschale Bewertung ist jedoch nicht sachgerecht. Sinnvoller ist es, konkrete Programme, Zielgruppen, Kooperationen und veröffentlichte Berichte einzeln zu betrachten.
Studienreise, Stadtrundgang und Bildungsangebote
Die Stiftung Forum Recht bietet auch Fortbildungen und Studienreisen an. Diese Angebote richten sich insbesondere an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schule, politischer Bildung, Volkshochschulen, sozialer Arbeit und Medien. Ebenfalls angesprochen werden Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, Studierende, Schöffinnen und Schöffen sowie weitere fachlich interessierte Personen. Ziel ist es, Wissen über Recht und Rechtsstaat zu vertiefen und zugleich Ideen für die eigene Bildungs- oder Vermittlungsarbeit zu entwickeln.
Die Studienreise Rechtsstaat in Deutschland fand vom 19. bis 25. Oktober 2025 statt. Die Reise verband Fachvorträge, Gespräche und Besuche an Orten, an denen sich die Geschichte und Gegenwart des Rechtsstaats konkret nachvollziehen lassen. Thematisiert wurden unter anderem historische Erfahrungen mit Recht und Unrecht, die Nürnberger Prozesse, der Rechtsstaat im Nationalsozialismus und in der DDR sowie die heutige Arbeit staatlicher Institutionen. Der Ansatz war ausdrücklich praxisnah: Teilnehmende sollten nicht nur Texte lesen, sondern mit Personen und Einrichtungen vor Ort ins Gespräch kommen.
Für 2026 war eine neuntägige Studienreise zum internationalen und europäischen Recht vom 17. bis 25. Oktober vorgesehen. Die Route führt von Karlsruhe über Straßburg, Luxemburg und Brüssel bis nach Den Haag. Geplant sind unter anderem Einblicke in internationale und europäische Institutionen, Gespräche mit Fachleuten und Besuche am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, beim Europarat, am Gerichtshof der Europäischen Union, bei europäischen Institutionen und beim Internationalen Strafgerichtshof. Die Teilnahmezahl ist begrenzt und die Reise wird bezuschusst. Für drei Personen waren Stipendien des Fördervereins vorgesehen.
Ein weiterer Zugang ist der Stadtrundgang Recht stadtlich!. Das Format macht Recht im urbanen Raum sichtbar und verbindet Orte, Gebäude, historische Ereignisse und aktuelle Fragen. In Karlsruhe bietet sich dafür die besondere Dichte rechtlicher Institutionen an. Ein Stadtrundgang kann zeigen, wie Gerichte, Verwaltung, Stadtgesellschaft und öffentliche Debatten miteinander verbunden sind. In Leipzig werden ebenfalls Stadtrundgänge angeboten. Sie richten den Blick auf die Geschichte der Stadt und darauf, wie sich politische Entscheidungen, Freiheitsrechte und gesellschaftlicher Wandel im Stadtbild widerspiegeln.
Die Bildungsangebote der Stiftung sind nicht nur für ausgebildete Juristinnen und Juristen relevant. Gerade Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ohne juristischen Abschluss profitieren davon, Methoden für eine verständliche Rechtsstaatsvermittlung kennenzulernen. Dazu gehören Gesprächsformate, Workshops, Materialien, digitale Fortbildungen und praktische Begegnungen. Teilnehmende können anschließend eigene Angebote in Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Redaktionen oder sozialen Projekten entwickeln.
Wer sich für eine Studienreise oder Fortbildung interessiert, sollte die jeweiligen Teilnahmebedingungen beachten. Manche Angebote sind kostenfrei, andere werden bezuschusst und verlangen einen Eigenbeitrag. Die Bewerbungsfristen, Zielgruppen, Sprachanforderungen und maximale Teilnehmerzahl können von Termin zu Termin unterschiedlich sein. Das aktuelle Programm ist deshalb die verlässlichste Grundlage für eine Bewerbung oder Anmeldung.
Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit in Karlsruhe
Die Stiftung Forum Recht befindet sich in der Karlstraße 45 A, 76133 Karlsruhe. Die Adresse liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Eine wichtige Haltestelle ist Karlstor/Bundesgerichtshof. Sie wird von mehreren Linien angefahren und ist barrierefrei zugänglich. Eine weitere Möglichkeit ist die Haltestelle Karlsruhe Ettlinger Tor/Staatstheater. Von dort beträgt der Fußweg nach den Angaben der Stiftung ungefähr acht Minuten. Wer mit Bus oder Bahn anreist, sollte vor der Fahrt prüfen, ob es am Veranstaltungstag Änderungen im Linienverkehr gibt.
Für die Anreise mit dem Auto nennt die Stiftung mehrere Parkmöglichkeiten in der Umgebung. Dazu gehören das Parkhaus Ludwigsplatz in der Amalienstraße 10, das Parkhaus Postgalerie APCOA in der Amalienstraße sowie die Parkgarage der Badischen Landesbibliothek in der Ritterstraße 20. Diese Parkhäuser befinden sich nicht unmittelbar auf dem Gelände der Stiftung. Die Verfügbarkeit, Einfahrtshöhen, Öffnungszeiten und Gebühren können sich ändern und sollten direkt beim jeweiligen Betreiber geprüft werden.
Die Veranstaltungsräume in Karlsruhe sind ebenerdig und nach den veröffentlichten Informationen mit Rollstühlen barrierefrei zugänglich. Außerdem verfügt der Veranstaltungsort über ein rollstuhlzugängliches WC. Diese Angaben sind besonders für Veranstaltungen mit längerer Aufenthaltsdauer wichtig. Bei individuellen Fragen zur Zugänglichkeit, zu Sitzplätzen, Begleitpersonen oder besonderen Unterstützungsbedarfen empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Stiftungsteam.
Da die Stiftung unterschiedliche Veranstaltungsformate anbietet, kann die konkrete Raumsituation variieren. Bei einer Podiumsdiskussion gelten andere Anforderungen als bei einem Workshop, einer Ausstellung, einer Schulgruppenveranstaltung oder einem informellen Gespräch. Eine feste Kapazität oder ein allgemeiner Sitzplan wird für den Standort nicht angegeben. Wer mit einer größeren Gruppe anreisen möchte, sollte deshalb vorab klären, ob eine Anmeldung erforderlich ist und welche Räume für das gewünschte Format vorgesehen sind.
Für die Orientierung vor Ort helfen die zentralen Bezugspunkte Karlstor, Bundesgerichtshof, Ettlinger Tor und Staatstheater. Die Lage im Karlsruher Zentrum ermöglicht es, den Besuch bei der Stiftung mit weiteren Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten der Innenstadt zu verbinden. Gleichzeitig sollten Besucherinnen und Besucher beachten, dass die Stiftung kein dauerhaft geöffnetes Museum mit frei zugänglichen Öffnungszeiten ist. Der Zugang richtet sich nach dem jeweiligen Veranstaltungs- oder Ausstellungsangebot.
Die wichtigsten praktischen Informationen wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anfahrt, Parkhäuser und Hinweise zur Barrierefreiheit veröffentlicht die Stiftung auf ihrer Kontaktseite. Für die konkrete Planung sind dort die aktuellsten Angaben zu finden. Besonders bei Abendveranstaltungen, Gruppenbesuchen oder Veranstaltungen mit Anmeldung ist es sinnvoll, die Informationen rechtzeitig vor dem Termin zu prüfen. So lässt sich der Besuch am Standort Karlsruhe möglichst angenehm und zuverlässig vorbereiten.
Quellen:
- Stiftung Forum Recht – Offizielle Website und aktuelles Programm
- Stiftung Forum Recht – Kontakt, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit
- Stiftung Forum Recht – Entstehung und Mission
- Stiftung Forum Recht – FAQ und Auftrag nach dem Forum-Recht-Gesetz
- Stiftung Forum Recht – Kuratorium
- Stiftung Forum Recht – Dr. Cord Brügmann übernimmt die Leitung
- Stiftung Forum Recht – Pop-up-Ausstellung in Leipzig
- Stiftung Forum Recht – Fortbildungen und Studienreisen
- Stiftung Forum Recht – Studienreise Internationales Recht
- Stiftung Forum Recht – Programmvorschau 2026
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Stiftung Forum Recht | Ausstellung & Veranstaltungen
Die Stiftung Forum Recht in Karlsruhe ist ein besonderer Ort für alle, die verstehen möchten, wie Recht und Rechtsstaat das tägliche Leben prägen. Anders als ein klassisches Museum oder eine reine Bildungseinrichtung verbindet die Stiftung Ausstellungen, Gesprächsreihen, Podiumsdiskussionen, Fortbildungen, Studienreisen und digitale Angebote. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Vermittlung juristischer Inhalte, sondern der offene Austausch: Welche Erfahrungen machen Menschen mit Recht? Wie entstehen Regeln? Wer hat Zugang zur Justiz? Und wie lässt sich Rechtsstaatlichkeit in einer demokratischen Gesellschaft stärken?
Der Sitz der bundesunmittelbaren Stiftung öffentlichen Rechts liegt in der Karlsruher Karlstraße 45 A. Karlsruhe ist als Residenz des Rechts mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof eng verbunden und bietet damit ein besonders passendes Umfeld für die Arbeit der Stiftung. Gleichzeitig ist Forum Recht nicht auf einen Ort beschränkt. Neben Karlsruhe gehört Leipzig zum festen Standortkonzept; außerdem ist die Stiftung mit mobilen Ausstellungen in vielen deutschen Städten und mit digitalen Formaten aktiv. Besucherinnen und Besucher erwartet deshalb kein statisches Angebot, sondern ein lebendiger Veranstaltungsort, an dem aktuelle rechtspolitische, gesellschaftliche und historische Fragen verständlich diskutiert werden.
Stiftung Forum Recht Karlsruhe: Auftrag, Gesetz und Entstehung
Die Stiftung Forum Recht wurde im Mai 2019 durch ein Gesetz des Deutschen Bundestages als bundesunmittelbare Stiftung öffentlichen Rechts errichtet. Das Forum-Recht-Gesetz bildet die rechtliche Grundlage für ihre Arbeit und sieht neben Karlsruhe auch einen Standort in Leipzig vor. Der Auftrag besteht darin, aktuelle Fragen von Recht und Rechtsstaat aufzugreifen, darüber zu informieren und Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. Damit richtet sich die Stiftung nicht ausschließlich an Juristinnen und Juristen. Angesprochen werden vielmehr alle Menschen, die sich für Demokratie, Gerechtigkeit, staatliche Regeln und ihre eigenen Rechte interessieren.
Die Idee für ein Forum Recht entstand nicht plötzlich. Erste Überlegungen reichen bis zur Bewerbung Karlsruhes als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2010 zurück. Damals entstand die Vorstellung eines Europäischen Hauses der Gerechtigkeit. Ein privater Initiativkreis griff diese Idee später wieder auf und entwickelte sie gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik, Justiz, Wissenschaft und Kultur weiter. 2016 bewilligte der Deutsche Bundestag Mittel für eine Machbarkeitsstudie. Zwei Fachsymposien im Jahr 2018 vertieften die inhaltlichen und baulichen Überlegungen. Die Ergebnisse dieser Vorarbeiten bildeten eine wichtige Grundlage für das Gründungsgesetz vom 13. Mai 2019.
Die Entwicklung zeigt, dass die Stiftung von Beginn an als Dialogort konzipiert wurde. Es geht nicht nur darum, Gesetzestexte auszustellen oder Gerichtsentscheidungen zu erklären. Vielmehr sollen Besucherinnen und Besucher einen persönlichen Bezug zu den Themen finden. Mietverträge, Arbeitsverhältnisse, Familienfragen, Datenschutz, Verkehr, Wahlen, Meinungsfreiheit und staatliche Entscheidungen gehören zu den Situationen, in denen Recht den Alltag ordnet. Forum Recht macht diese Zusammenhänge sichtbar und fragt zugleich, ob geltende Regeln fair, verständlich und zugänglich sind.
Der Begriff Rechtsstaat wird dabei nicht als abstrakte Formel behandelt. Die Stiftung verdeutlicht, dass Rechtsstaatlichkeit mit unabhängigen Gerichten, Grundrechten, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit und dem Schutz vor staatlicher Willkür verbunden ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Menschen ihre Rechte tatsächlich kennen und durchsetzen können. Aus diesem Grund verbindet die Stiftung historische Perspektiven mit aktuellen Debatten und praktischen Bildungsangeboten. Karlsruhe ist somit nicht nur die Adresse der Stiftung, sondern ein zentraler Ausgangspunkt für eine bundesweite Auseinandersetzung mit Recht und Demokratie.
Ausstellung und Vermittlung: Recht verständlich und interaktiv erleben
Ein Schwerpunkt der Stiftung Forum Recht liegt auf Ausstellungen und Vermittlungsangeboten. Dabei verfolgt die Stiftung einen interaktiven Ansatz. Recht soll nicht nur gelesen oder gehört, sondern möglichst konkret erlebt, hinterfragt und mit eigenen Erfahrungen verbunden werden. Die Formate greifen Situationen auf, die vielen Menschen bekannt sind: eine Wohnung mieten, einen Arbeitsvertrag unterschreiben, im Straßenverkehr unterwegs sein, eine Familie gründen, einkaufen, digitale Dienste nutzen oder mit Behörden kommunizieren. In all diesen Bereichen gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, auch wenn sie im Alltag oft unsichtbar bleiben.
Besonders anschaulich ist die mobile Pop-up-Ausstellung Recht – Spielregeln des Alltags. Sie wurde an Bahnhöfen, auf Marktplätzen, in Einkaufszentren und an anderen öffentlichen Orten gezeigt. Das Konzept bringt rechtliche Themen dorthin, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Statt auf ein klassisches Museumsgebäude angewiesen zu sein, nutzt die Ausstellung den öffentlichen Raum und lädt spontan zum Mitmachen ein. Die Besucherinnen und Besucher können über Fragen, Quiz-Elemente, Drehwürfel, Kartensets und digitale Beteiligungsmöglichkeiten verschiedene Perspektiven auf Recht und Rechtsstaat kennenlernen.
Bei der Leipziger Station im Jahr 2025 wurde die Ausstellung auf dem Kurt-Masur-Platz vor der Universitätsmensa gezeigt. Die Präsentation war rund um die Uhr zugänglich und der Eintritt war frei. Über QR-Codes und eine WebApp konnten Besucherinnen und Besucher eigene Erfahrungen in Form von Videos teilen. Dadurch wuchs die Ausstellung während ihrer Laufzeit weiter und machte sichtbar, wie unterschiedlich Menschen rechtliche Situationen erleben. Ergänzend fanden offene Gesprächsrunden mit Rechtsprofis statt. Solche Angebote zeigen den charakteristischen Stil der Stiftung: Information wird mit Beteiligung, Begegnung und persönlicher Reflexion verbunden.
Die Ausstellungsarbeit richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Schulklassen, Studierende, Lehrkräfte, Familien, politisch interessierte Erwachsene und Fachleute können jeweils eigene Zugänge finden. Komplexe juristische Fragen werden nicht unnötig vereinfacht, aber so aufbereitet, dass auch Menschen ohne juristische Vorbildung folgen können. Die Stiftung arbeitet außerdem mit Partnerinnen und Partnern aus Justiz, Wissenschaft, Gesellschaft, Kunst, Kultur und politischer Bildung zusammen. So entstehen Formate, in denen juristische Expertise und Alltagserfahrung gleichberechtigt aufeinandertreffen.
Für Besucherinnen und Besucher in Karlsruhe ist die Ausstellungstätigkeit besonders interessant, weil die Stadt als Ausgangspunkt vieler Projekte dient. Auch wenn nicht jede Präsentation dauerhaft in der Karlstraße 45 A zu sehen ist, können dort Veranstaltungen, Gespräche und begleitende Formate stattfinden. Wer die Stiftung besuchen möchte, sollte deshalb das aktuelle Programm prüfen und zwischen dauerhaftem Standort, temporärer Ausstellung und mobilen Angeboten unterscheiden.
Veranstaltungen, Programm und Gesprächsreihen in Karlsruhe
Das Veranstaltungsprogramm der Stiftung Forum Recht ist vielfältig und thematisch offen. Eine wichtige Gesprächsreihe trägt den Titel Let’s Talk About Recht. Sie beschäftigt sich mit aktuellen Fragen und verbindet Impulse von Fachleuten mit einer interaktiven Diskussion. Die Reihe kann Themen behandeln, die unmittelbar aus dem Alltag stammen, etwa das Verhältnis von Recht und Emotionen, die Bedeutung des Rechtsgefühls oder den Schutz persönlicher Gefühle. Dadurch wird deutlich, dass rechtliche Fragen nicht ausschließlich sachlich und technisch sind, sondern häufig mit Vertrauen, Angst, Konflikten, Hoffnungen und persönlichen Erfahrungen zusammenhängen.
Daneben veranstaltet die Stiftung Podiumsgespräche, bei denen historische, politische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenkommen. Ein Beispiel aus Karlsruhe ist das Gespräch Regiert Karlsruhe mit?, das die Rolle des Bundesverfassungsgerichts im demokratischen Rechtsstaat thematisiert. Solche Veranstaltungen greifen die besondere Bedeutung Karlsruhes als Standort zentraler deutscher Gerichte auf, vermeiden jedoch einen rein lokalen Blick. Die Frage, wie Gerichte Macht kontrollieren, Grundrechte schützen und politische Entscheidungen beeinflussen, betrifft Menschen in ganz Deutschland.
Zum Programm gehören außerdem Dialogformate, Workshops, Fortbildungen und öffentliche Veranstaltungen zu wechselnden Jahresthemen. Seit 2022 arbeitet die Stiftung mit Jahresthemen, die als roter Faden für ihre Aktivitäten dienen. Die Themen werden nicht isoliert behandelt, sondern in Ausstellungen, Diskussionen, Bildungsangeboten und digitalen Formaten aus verschiedenen Blickwinkeln aufgegriffen. Dadurch entsteht ein Programm, das sowohl einzelne Abendveranstaltungen als auch längerfristige Bildungsprozesse ermöglicht.
Die Veranstaltungen richten sich nicht nur an ein Fachpublikum. Viele Angebote sind so konzipiert, dass Besucherinnen und Besucher ohne juristische Vorkenntnisse teilnehmen können. Fragen aus dem Publikum und persönliche Erfahrungen sind ausdrücklich erwünscht. Die Stiftung möchte Räume schaffen, in denen Unsicherheiten angesprochen werden dürfen. Wer einen Begriff aus dem Recht nicht versteht, eine Entscheidung als ungerecht empfindet oder wissen möchte, wie ein Verfahren funktioniert, soll einen niedrigschwelligen Zugang finden.
Für die Planung eines Besuchs ist wichtig, zwischen kostenfreien öffentlichen Veranstaltungen und Angeboten mit Anmeldung zu unterscheiden. Der Eintritt zu vielen Gesprächsformaten und Ausstellungen ist frei, bei Workshops, Fortbildungen oder Studienreisen gelten teilweise eigene Teilnahmebedingungen. Termine, Uhrzeiten, Veranstaltungsorte und Hinweise zur Anmeldung veröffentlicht die Stiftung in ihrem Kalender. Da Veranstaltungen sowohl in Karlsruhe als auch in Leipzig, digital und mobil stattfinden, empfiehlt sich vor der Anreise ein Blick auf die konkrete Terminseite.
Die Karlstraße 45 A ist dabei nicht als klassische Konzerthalle mit festem Saalplan oder dauerhaftem Bühnenprogramm zu verstehen. Die Räume dienen als Ort für Bildung, Austausch, Veranstaltungen und Begegnungen. Eine pauschale Veranstaltungskapazität wird öffentlich nicht als feste Kennzahl angegeben. Je nach Format, Bestuhlung und Veranstaltung kann sich die tatsächliche Teilnehmerzahl unterscheiden. Für Gruppen, Schulklassen oder besondere Anforderungen ist eine direkte Anfrage bei der Stiftung sinnvoll.
Stiftung Forum Recht Leipzig, Karlsruhe und mobile Formate
Das Standortkonzept der Stiftung umfasst Karlsruhe und Leipzig. Karlsruhe ist Sitz der Stiftung und eng mit der deutschen Justizlandschaft verbunden. Leipzig ergänzt dieses Profil um eine Stadt mit einer eigenen Geschichte von Demokratiebewegung, gesellschaftlichem Wandel und institutioneller Rechtsprechung. Der Leipziger Standort liegt in der Universitätsstraße 20 im Zentrum der Stadt. Beide Orte bieten unterschiedliche städtische Kontexte und ermöglichen es der Stiftung, verschiedene Zielgruppen anzusprechen.
Die Verbindung zwischen Karlsruhe und Leipzig ist nicht nur organisatorisch. Sie ist auch inhaltlich wichtig. Recht und Rechtsstaat werden aus unterschiedlichen regionalen, historischen und gesellschaftlichen Blickwinkeln betrachtet. Veranstaltungen können an einem Standort beginnen und am anderen fortgeführt werden. Mobile Ausstellungen übertragen die Inhalte zusätzlich in andere Städte. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk aus festen Orten, temporären Stationen und digitalen Räumen.
Leipzig war unter anderem Schauplatz der Pop-up-Ausstellung Recht – Spielregeln des Alltags. Vom 12. September bis zum 12. Oktober 2025 war sie auf dem Kurt-Masur-Platz zu sehen. Die Lage zwischen Universitätsmensa, Gewandhaus und Moritzbastei brachte die Ausstellung in ein stark frequentiertes innerstädtisches Umfeld. Die Station wurde in Kooperation mit der Stadt Leipzig und dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz umgesetzt. Begleitend fanden Gesprächsrunden statt, bei denen Besucherinnen und Besucher mit Rechtsanwältinnen, Richtern und weiteren Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten diskutieren konnten.
Die mobilen Angebote erfüllen eine wichtige Funktion: Sie zeigen, dass Recht nicht nur in Gerichten, Ministerien oder Universitäten stattfindet. Recht begegnet den Menschen in Wohnungen, Betrieben, Familien, Schulen, Behörden und im digitalen Raum. Wenn eine Ausstellung auf einem Marktplatz oder an einem Bahnhof steht, wird dieser Gedanke unmittelbar sichtbar. Menschen können ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen, einzelne Stationen ausprobieren und sich je nach Interesse länger oder kürzer mit einem Thema beschäftigen.
Auch digitale Formate gehören zur Arbeit der Stiftung. Über Online-Angebote, soziale Netzwerke, Podcasts, Videos und digitale Beteiligungsplattformen können Interessierte unabhängig vom Wohnort teilnehmen. Das ist besonders relevant für Menschen, die nicht regelmäßig nach Karlsruhe oder Leipzig reisen können. Gleichzeitig ersetzen digitale Angebote nicht den persönlichen Austausch. Die Stiftung kombiniert beide Ebenen und schafft so eine Verbindung zwischen Veranstaltungen vor Ort, mobilen Projekten und digitaler Kommunikation.
Wer nach dem Begriff Stiftung Forum Recht Leipzig sucht, findet deshalb nicht nur einen zweiten Standort, sondern ein Beispiel dafür, wie eine bundesweit arbeitende Bildungseinrichtung organisiert ist. Karlsruhe bleibt der Sitz der Stiftung, Leipzig ist ein gleichberechtigter Bestandteil des Standortkonzepts, und mobile sowie digitale Formate erweitern die Reichweite. Diese Kombination macht die Stiftung zu einem dezentralen Forum für Recht und Rechtsstaat.
Team, Direktor, Kuratorium und Stiftung Forum Recht Gesetz
Die Arbeit der Stiftung wird von einem Team an den Standorten Karlsruhe und Leipzig sowie von weiteren Partnerinnen und Partnern getragen. An der Spitze der Stiftung steht ein Direktorium. Dr. Cord Brügmann übernahm am 16. Juli 2024 die Leitung der Stiftung Forum Recht. Er ist Jurist und Historiker und war zuvor unter anderem als Rechtsanwalt, in Führungspositionen und in der Politikberatung tätig. In seiner Arbeit verbindet er rechtliche, historische und gesellschaftspolitische Perspektiven. Sein Profil passt damit zum Anspruch der Stiftung, juristische Themen verständlich und in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen.
Das Kuratorium ist ein zentrales Organ der Stiftung. Seine Zusammensetzung ist im Forum-Recht-Gesetz geregelt. Dazu gehören elf Mitglieder des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesministerien, je ein Mitglied der Städte Karlsruhe und Leipzig sowie hochrangige Juristinnen und Juristen und die oder der Vorsitzende des Stiftungsbeirats. Die Mitglieder werden grundsätzlich für fünf Jahre entsprechend der Legislaturperiode des Deutschen Bundestages entsandt.
Vorsitzende des Kuratoriums ist Bettina Limperg, die Präsidentin des Bundesgerichtshofs. Die Einbindung verschiedener Institutionen soll sicherstellen, dass die Stiftung unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt. Das Kuratorium ist nicht mit dem operativen Team gleichzusetzen. Während das Direktorium und die Mitarbeitenden die tägliche Arbeit, Programme und Projekte umsetzen, übernimmt das Kuratorium eine institutionelle und strategische Funktion.
Das Forum-Recht-Gesetz beschreibt die rechtliche Grundlage und den Auftrag der Stiftung. Es legt insbesondere fest, dass die Stiftung aktuelle Fragen des Rechts und des Rechtsstaats aufgreift und diese für alle gesellschaftlichen Gruppen erfahrbar machen soll. Die gesetzliche Verankerung erklärt, warum die Stiftung nicht lediglich ein privater Veranstalter oder ein kommerzieller Ausstellungsbetrieb ist. Sie handelt im öffentlichen Interesse und arbeitet mit Bildungs-, Kultur-, Justiz- und Wissenschaftspartnern zusammen.
Auch ein Förderverein unterstützt die Arbeit der Stiftung. Der Förderverein Forum Recht e. V. ging aus dem Karlsruher Initiativkreis hervor und begleitet die Entwicklung an beiden Standorten. Er kann beispielsweise Studienreisen, Stipendien oder weitere Aktivitäten fördern. Die Stiftung selbst bleibt davon institutionell zu unterscheiden. Wer sich über Team, Direktor, Kuratorium, Satzung oder das Gesetz informieren möchte, findet die maßgeblichen Informationen auf den offiziellen Seiten der Stiftung. Dort werden außerdem Tätigkeitsberichte, Entstehungsgeschichte und Materialien zur Stiftungsarbeit bereitgestellt.
Der Suchbegriff Stiftung Forum Recht Kritik verweist auf ein grundsätzlich wichtiges Thema: Öffentliche Bildungsinstitutionen müssen transparent erklären, wie sie arbeiten, welche Themen sie auswählen und wie unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen beteiligt werden. Die Stiftung reagiert darauf unter anderem mit Beteiligungsplattformen, öffentlichen Veranstaltungen, Tätigkeitsberichten und dialogischen Formaten. Eine pauschale Bewertung ist jedoch nicht sachgerecht. Sinnvoller ist es, konkrete Programme, Zielgruppen, Kooperationen und veröffentlichte Berichte einzeln zu betrachten.
Studienreise, Stadtrundgang und Bildungsangebote
Die Stiftung Forum Recht bietet auch Fortbildungen und Studienreisen an. Diese Angebote richten sich insbesondere an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schule, politischer Bildung, Volkshochschulen, sozialer Arbeit und Medien. Ebenfalls angesprochen werden Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, Studierende, Schöffinnen und Schöffen sowie weitere fachlich interessierte Personen. Ziel ist es, Wissen über Recht und Rechtsstaat zu vertiefen und zugleich Ideen für die eigene Bildungs- oder Vermittlungsarbeit zu entwickeln.
Die Studienreise Rechtsstaat in Deutschland fand vom 19. bis 25. Oktober 2025 statt. Die Reise verband Fachvorträge, Gespräche und Besuche an Orten, an denen sich die Geschichte und Gegenwart des Rechtsstaats konkret nachvollziehen lassen. Thematisiert wurden unter anderem historische Erfahrungen mit Recht und Unrecht, die Nürnberger Prozesse, der Rechtsstaat im Nationalsozialismus und in der DDR sowie die heutige Arbeit staatlicher Institutionen. Der Ansatz war ausdrücklich praxisnah: Teilnehmende sollten nicht nur Texte lesen, sondern mit Personen und Einrichtungen vor Ort ins Gespräch kommen.
Für 2026 war eine neuntägige Studienreise zum internationalen und europäischen Recht vom 17. bis 25. Oktober vorgesehen. Die Route führt von Karlsruhe über Straßburg, Luxemburg und Brüssel bis nach Den Haag. Geplant sind unter anderem Einblicke in internationale und europäische Institutionen, Gespräche mit Fachleuten und Besuche am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, beim Europarat, am Gerichtshof der Europäischen Union, bei europäischen Institutionen und beim Internationalen Strafgerichtshof. Die Teilnahmezahl ist begrenzt und die Reise wird bezuschusst. Für drei Personen waren Stipendien des Fördervereins vorgesehen.
Ein weiterer Zugang ist der Stadtrundgang Recht stadtlich!. Das Format macht Recht im urbanen Raum sichtbar und verbindet Orte, Gebäude, historische Ereignisse und aktuelle Fragen. In Karlsruhe bietet sich dafür die besondere Dichte rechtlicher Institutionen an. Ein Stadtrundgang kann zeigen, wie Gerichte, Verwaltung, Stadtgesellschaft und öffentliche Debatten miteinander verbunden sind. In Leipzig werden ebenfalls Stadtrundgänge angeboten. Sie richten den Blick auf die Geschichte der Stadt und darauf, wie sich politische Entscheidungen, Freiheitsrechte und gesellschaftlicher Wandel im Stadtbild widerspiegeln.
Die Bildungsangebote der Stiftung sind nicht nur für ausgebildete Juristinnen und Juristen relevant. Gerade Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ohne juristischen Abschluss profitieren davon, Methoden für eine verständliche Rechtsstaatsvermittlung kennenzulernen. Dazu gehören Gesprächsformate, Workshops, Materialien, digitale Fortbildungen und praktische Begegnungen. Teilnehmende können anschließend eigene Angebote in Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Redaktionen oder sozialen Projekten entwickeln.
Wer sich für eine Studienreise oder Fortbildung interessiert, sollte die jeweiligen Teilnahmebedingungen beachten. Manche Angebote sind kostenfrei, andere werden bezuschusst und verlangen einen Eigenbeitrag. Die Bewerbungsfristen, Zielgruppen, Sprachanforderungen und maximale Teilnehmerzahl können von Termin zu Termin unterschiedlich sein. Das aktuelle Programm ist deshalb die verlässlichste Grundlage für eine Bewerbung oder Anmeldung.
Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit in Karlsruhe
Die Stiftung Forum Recht befindet sich in der Karlstraße 45 A, 76133 Karlsruhe. Die Adresse liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Eine wichtige Haltestelle ist Karlstor/Bundesgerichtshof. Sie wird von mehreren Linien angefahren und ist barrierefrei zugänglich. Eine weitere Möglichkeit ist die Haltestelle Karlsruhe Ettlinger Tor/Staatstheater. Von dort beträgt der Fußweg nach den Angaben der Stiftung ungefähr acht Minuten. Wer mit Bus oder Bahn anreist, sollte vor der Fahrt prüfen, ob es am Veranstaltungstag Änderungen im Linienverkehr gibt.
Für die Anreise mit dem Auto nennt die Stiftung mehrere Parkmöglichkeiten in der Umgebung. Dazu gehören das Parkhaus Ludwigsplatz in der Amalienstraße 10, das Parkhaus Postgalerie APCOA in der Amalienstraße sowie die Parkgarage der Badischen Landesbibliothek in der Ritterstraße 20. Diese Parkhäuser befinden sich nicht unmittelbar auf dem Gelände der Stiftung. Die Verfügbarkeit, Einfahrtshöhen, Öffnungszeiten und Gebühren können sich ändern und sollten direkt beim jeweiligen Betreiber geprüft werden.
Die Veranstaltungsräume in Karlsruhe sind ebenerdig und nach den veröffentlichten Informationen mit Rollstühlen barrierefrei zugänglich. Außerdem verfügt der Veranstaltungsort über ein rollstuhlzugängliches WC. Diese Angaben sind besonders für Veranstaltungen mit längerer Aufenthaltsdauer wichtig. Bei individuellen Fragen zur Zugänglichkeit, zu Sitzplätzen, Begleitpersonen oder besonderen Unterstützungsbedarfen empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Stiftungsteam.
Da die Stiftung unterschiedliche Veranstaltungsformate anbietet, kann die konkrete Raumsituation variieren. Bei einer Podiumsdiskussion gelten andere Anforderungen als bei einem Workshop, einer Ausstellung, einer Schulgruppenveranstaltung oder einem informellen Gespräch. Eine feste Kapazität oder ein allgemeiner Sitzplan wird für den Standort nicht angegeben. Wer mit einer größeren Gruppe anreisen möchte, sollte deshalb vorab klären, ob eine Anmeldung erforderlich ist und welche Räume für das gewünschte Format vorgesehen sind.
Für die Orientierung vor Ort helfen die zentralen Bezugspunkte Karlstor, Bundesgerichtshof, Ettlinger Tor und Staatstheater. Die Lage im Karlsruher Zentrum ermöglicht es, den Besuch bei der Stiftung mit weiteren Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten der Innenstadt zu verbinden. Gleichzeitig sollten Besucherinnen und Besucher beachten, dass die Stiftung kein dauerhaft geöffnetes Museum mit frei zugänglichen Öffnungszeiten ist. Der Zugang richtet sich nach dem jeweiligen Veranstaltungs- oder Ausstellungsangebot.
Die wichtigsten praktischen Informationen wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anfahrt, Parkhäuser und Hinweise zur Barrierefreiheit veröffentlicht die Stiftung auf ihrer Kontaktseite. Für die konkrete Planung sind dort die aktuellsten Angaben zu finden. Besonders bei Abendveranstaltungen, Gruppenbesuchen oder Veranstaltungen mit Anmeldung ist es sinnvoll, die Informationen rechtzeitig vor dem Termin zu prüfen. So lässt sich der Besuch am Standort Karlsruhe möglichst angenehm und zuverlässig vorbereiten.
Quellen:
- Stiftung Forum Recht – Offizielle Website und aktuelles Programm
- Stiftung Forum Recht – Kontakt, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit
- Stiftung Forum Recht – Entstehung und Mission
- Stiftung Forum Recht – FAQ und Auftrag nach dem Forum-Recht-Gesetz
- Stiftung Forum Recht – Kuratorium
- Stiftung Forum Recht – Dr. Cord Brügmann übernimmt die Leitung
- Stiftung Forum Recht – Pop-up-Ausstellung in Leipzig
- Stiftung Forum Recht – Fortbildungen und Studienreisen
- Stiftung Forum Recht – Studienreise Internationales Recht
- Stiftung Forum Recht – Programmvorschau 2026
Stiftung Forum Recht | Ausstellung & Veranstaltungen
Die Stiftung Forum Recht in Karlsruhe ist ein besonderer Ort für alle, die verstehen möchten, wie Recht und Rechtsstaat das tägliche Leben prägen. Anders als ein klassisches Museum oder eine reine Bildungseinrichtung verbindet die Stiftung Ausstellungen, Gesprächsreihen, Podiumsdiskussionen, Fortbildungen, Studienreisen und digitale Angebote. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Vermittlung juristischer Inhalte, sondern der offene Austausch: Welche Erfahrungen machen Menschen mit Recht? Wie entstehen Regeln? Wer hat Zugang zur Justiz? Und wie lässt sich Rechtsstaatlichkeit in einer demokratischen Gesellschaft stärken?
Der Sitz der bundesunmittelbaren Stiftung öffentlichen Rechts liegt in der Karlsruher Karlstraße 45 A. Karlsruhe ist als Residenz des Rechts mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof eng verbunden und bietet damit ein besonders passendes Umfeld für die Arbeit der Stiftung. Gleichzeitig ist Forum Recht nicht auf einen Ort beschränkt. Neben Karlsruhe gehört Leipzig zum festen Standortkonzept; außerdem ist die Stiftung mit mobilen Ausstellungen in vielen deutschen Städten und mit digitalen Formaten aktiv. Besucherinnen und Besucher erwartet deshalb kein statisches Angebot, sondern ein lebendiger Veranstaltungsort, an dem aktuelle rechtspolitische, gesellschaftliche und historische Fragen verständlich diskutiert werden.
Stiftung Forum Recht Karlsruhe: Auftrag, Gesetz und Entstehung
Die Stiftung Forum Recht wurde im Mai 2019 durch ein Gesetz des Deutschen Bundestages als bundesunmittelbare Stiftung öffentlichen Rechts errichtet. Das Forum-Recht-Gesetz bildet die rechtliche Grundlage für ihre Arbeit und sieht neben Karlsruhe auch einen Standort in Leipzig vor. Der Auftrag besteht darin, aktuelle Fragen von Recht und Rechtsstaat aufzugreifen, darüber zu informieren und Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. Damit richtet sich die Stiftung nicht ausschließlich an Juristinnen und Juristen. Angesprochen werden vielmehr alle Menschen, die sich für Demokratie, Gerechtigkeit, staatliche Regeln und ihre eigenen Rechte interessieren.
Die Idee für ein Forum Recht entstand nicht plötzlich. Erste Überlegungen reichen bis zur Bewerbung Karlsruhes als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2010 zurück. Damals entstand die Vorstellung eines Europäischen Hauses der Gerechtigkeit. Ein privater Initiativkreis griff diese Idee später wieder auf und entwickelte sie gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik, Justiz, Wissenschaft und Kultur weiter. 2016 bewilligte der Deutsche Bundestag Mittel für eine Machbarkeitsstudie. Zwei Fachsymposien im Jahr 2018 vertieften die inhaltlichen und baulichen Überlegungen. Die Ergebnisse dieser Vorarbeiten bildeten eine wichtige Grundlage für das Gründungsgesetz vom 13. Mai 2019.
Die Entwicklung zeigt, dass die Stiftung von Beginn an als Dialogort konzipiert wurde. Es geht nicht nur darum, Gesetzestexte auszustellen oder Gerichtsentscheidungen zu erklären. Vielmehr sollen Besucherinnen und Besucher einen persönlichen Bezug zu den Themen finden. Mietverträge, Arbeitsverhältnisse, Familienfragen, Datenschutz, Verkehr, Wahlen, Meinungsfreiheit und staatliche Entscheidungen gehören zu den Situationen, in denen Recht den Alltag ordnet. Forum Recht macht diese Zusammenhänge sichtbar und fragt zugleich, ob geltende Regeln fair, verständlich und zugänglich sind.
Der Begriff Rechtsstaat wird dabei nicht als abstrakte Formel behandelt. Die Stiftung verdeutlicht, dass Rechtsstaatlichkeit mit unabhängigen Gerichten, Grundrechten, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit und dem Schutz vor staatlicher Willkür verbunden ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Menschen ihre Rechte tatsächlich kennen und durchsetzen können. Aus diesem Grund verbindet die Stiftung historische Perspektiven mit aktuellen Debatten und praktischen Bildungsangeboten. Karlsruhe ist somit nicht nur die Adresse der Stiftung, sondern ein zentraler Ausgangspunkt für eine bundesweite Auseinandersetzung mit Recht und Demokratie.
Ausstellung und Vermittlung: Recht verständlich und interaktiv erleben
Ein Schwerpunkt der Stiftung Forum Recht liegt auf Ausstellungen und Vermittlungsangeboten. Dabei verfolgt die Stiftung einen interaktiven Ansatz. Recht soll nicht nur gelesen oder gehört, sondern möglichst konkret erlebt, hinterfragt und mit eigenen Erfahrungen verbunden werden. Die Formate greifen Situationen auf, die vielen Menschen bekannt sind: eine Wohnung mieten, einen Arbeitsvertrag unterschreiben, im Straßenverkehr unterwegs sein, eine Familie gründen, einkaufen, digitale Dienste nutzen oder mit Behörden kommunizieren. In all diesen Bereichen gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, auch wenn sie im Alltag oft unsichtbar bleiben.
Besonders anschaulich ist die mobile Pop-up-Ausstellung Recht – Spielregeln des Alltags. Sie wurde an Bahnhöfen, auf Marktplätzen, in Einkaufszentren und an anderen öffentlichen Orten gezeigt. Das Konzept bringt rechtliche Themen dorthin, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Statt auf ein klassisches Museumsgebäude angewiesen zu sein, nutzt die Ausstellung den öffentlichen Raum und lädt spontan zum Mitmachen ein. Die Besucherinnen und Besucher können über Fragen, Quiz-Elemente, Drehwürfel, Kartensets und digitale Beteiligungsmöglichkeiten verschiedene Perspektiven auf Recht und Rechtsstaat kennenlernen.
Bei der Leipziger Station im Jahr 2025 wurde die Ausstellung auf dem Kurt-Masur-Platz vor der Universitätsmensa gezeigt. Die Präsentation war rund um die Uhr zugänglich und der Eintritt war frei. Über QR-Codes und eine WebApp konnten Besucherinnen und Besucher eigene Erfahrungen in Form von Videos teilen. Dadurch wuchs die Ausstellung während ihrer Laufzeit weiter und machte sichtbar, wie unterschiedlich Menschen rechtliche Situationen erleben. Ergänzend fanden offene Gesprächsrunden mit Rechtsprofis statt. Solche Angebote zeigen den charakteristischen Stil der Stiftung: Information wird mit Beteiligung, Begegnung und persönlicher Reflexion verbunden.
Die Ausstellungsarbeit richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Schulklassen, Studierende, Lehrkräfte, Familien, politisch interessierte Erwachsene und Fachleute können jeweils eigene Zugänge finden. Komplexe juristische Fragen werden nicht unnötig vereinfacht, aber so aufbereitet, dass auch Menschen ohne juristische Vorbildung folgen können. Die Stiftung arbeitet außerdem mit Partnerinnen und Partnern aus Justiz, Wissenschaft, Gesellschaft, Kunst, Kultur und politischer Bildung zusammen. So entstehen Formate, in denen juristische Expertise und Alltagserfahrung gleichberechtigt aufeinandertreffen.
Für Besucherinnen und Besucher in Karlsruhe ist die Ausstellungstätigkeit besonders interessant, weil die Stadt als Ausgangspunkt vieler Projekte dient. Auch wenn nicht jede Präsentation dauerhaft in der Karlstraße 45 A zu sehen ist, können dort Veranstaltungen, Gespräche und begleitende Formate stattfinden. Wer die Stiftung besuchen möchte, sollte deshalb das aktuelle Programm prüfen und zwischen dauerhaftem Standort, temporärer Ausstellung und mobilen Angeboten unterscheiden.
Veranstaltungen, Programm und Gesprächsreihen in Karlsruhe
Das Veranstaltungsprogramm der Stiftung Forum Recht ist vielfältig und thematisch offen. Eine wichtige Gesprächsreihe trägt den Titel Let’s Talk About Recht. Sie beschäftigt sich mit aktuellen Fragen und verbindet Impulse von Fachleuten mit einer interaktiven Diskussion. Die Reihe kann Themen behandeln, die unmittelbar aus dem Alltag stammen, etwa das Verhältnis von Recht und Emotionen, die Bedeutung des Rechtsgefühls oder den Schutz persönlicher Gefühle. Dadurch wird deutlich, dass rechtliche Fragen nicht ausschließlich sachlich und technisch sind, sondern häufig mit Vertrauen, Angst, Konflikten, Hoffnungen und persönlichen Erfahrungen zusammenhängen.
Daneben veranstaltet die Stiftung Podiumsgespräche, bei denen historische, politische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenkommen. Ein Beispiel aus Karlsruhe ist das Gespräch Regiert Karlsruhe mit?, das die Rolle des Bundesverfassungsgerichts im demokratischen Rechtsstaat thematisiert. Solche Veranstaltungen greifen die besondere Bedeutung Karlsruhes als Standort zentraler deutscher Gerichte auf, vermeiden jedoch einen rein lokalen Blick. Die Frage, wie Gerichte Macht kontrollieren, Grundrechte schützen und politische Entscheidungen beeinflussen, betrifft Menschen in ganz Deutschland.
Zum Programm gehören außerdem Dialogformate, Workshops, Fortbildungen und öffentliche Veranstaltungen zu wechselnden Jahresthemen. Seit 2022 arbeitet die Stiftung mit Jahresthemen, die als roter Faden für ihre Aktivitäten dienen. Die Themen werden nicht isoliert behandelt, sondern in Ausstellungen, Diskussionen, Bildungsangeboten und digitalen Formaten aus verschiedenen Blickwinkeln aufgegriffen. Dadurch entsteht ein Programm, das sowohl einzelne Abendveranstaltungen als auch längerfristige Bildungsprozesse ermöglicht.
Die Veranstaltungen richten sich nicht nur an ein Fachpublikum. Viele Angebote sind so konzipiert, dass Besucherinnen und Besucher ohne juristische Vorkenntnisse teilnehmen können. Fragen aus dem Publikum und persönliche Erfahrungen sind ausdrücklich erwünscht. Die Stiftung möchte Räume schaffen, in denen Unsicherheiten angesprochen werden dürfen. Wer einen Begriff aus dem Recht nicht versteht, eine Entscheidung als ungerecht empfindet oder wissen möchte, wie ein Verfahren funktioniert, soll einen niedrigschwelligen Zugang finden.
Für die Planung eines Besuchs ist wichtig, zwischen kostenfreien öffentlichen Veranstaltungen und Angeboten mit Anmeldung zu unterscheiden. Der Eintritt zu vielen Gesprächsformaten und Ausstellungen ist frei, bei Workshops, Fortbildungen oder Studienreisen gelten teilweise eigene Teilnahmebedingungen. Termine, Uhrzeiten, Veranstaltungsorte und Hinweise zur Anmeldung veröffentlicht die Stiftung in ihrem Kalender. Da Veranstaltungen sowohl in Karlsruhe als auch in Leipzig, digital und mobil stattfinden, empfiehlt sich vor der Anreise ein Blick auf die konkrete Terminseite.
Die Karlstraße 45 A ist dabei nicht als klassische Konzerthalle mit festem Saalplan oder dauerhaftem Bühnenprogramm zu verstehen. Die Räume dienen als Ort für Bildung, Austausch, Veranstaltungen und Begegnungen. Eine pauschale Veranstaltungskapazität wird öffentlich nicht als feste Kennzahl angegeben. Je nach Format, Bestuhlung und Veranstaltung kann sich die tatsächliche Teilnehmerzahl unterscheiden. Für Gruppen, Schulklassen oder besondere Anforderungen ist eine direkte Anfrage bei der Stiftung sinnvoll.
Stiftung Forum Recht Leipzig, Karlsruhe und mobile Formate
Das Standortkonzept der Stiftung umfasst Karlsruhe und Leipzig. Karlsruhe ist Sitz der Stiftung und eng mit der deutschen Justizlandschaft verbunden. Leipzig ergänzt dieses Profil um eine Stadt mit einer eigenen Geschichte von Demokratiebewegung, gesellschaftlichem Wandel und institutioneller Rechtsprechung. Der Leipziger Standort liegt in der Universitätsstraße 20 im Zentrum der Stadt. Beide Orte bieten unterschiedliche städtische Kontexte und ermöglichen es der Stiftung, verschiedene Zielgruppen anzusprechen.
Die Verbindung zwischen Karlsruhe und Leipzig ist nicht nur organisatorisch. Sie ist auch inhaltlich wichtig. Recht und Rechtsstaat werden aus unterschiedlichen regionalen, historischen und gesellschaftlichen Blickwinkeln betrachtet. Veranstaltungen können an einem Standort beginnen und am anderen fortgeführt werden. Mobile Ausstellungen übertragen die Inhalte zusätzlich in andere Städte. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk aus festen Orten, temporären Stationen und digitalen Räumen.
Leipzig war unter anderem Schauplatz der Pop-up-Ausstellung Recht – Spielregeln des Alltags. Vom 12. September bis zum 12. Oktober 2025 war sie auf dem Kurt-Masur-Platz zu sehen. Die Lage zwischen Universitätsmensa, Gewandhaus und Moritzbastei brachte die Ausstellung in ein stark frequentiertes innerstädtisches Umfeld. Die Station wurde in Kooperation mit der Stadt Leipzig und dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz umgesetzt. Begleitend fanden Gesprächsrunden statt, bei denen Besucherinnen und Besucher mit Rechtsanwältinnen, Richtern und weiteren Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten diskutieren konnten.
Die mobilen Angebote erfüllen eine wichtige Funktion: Sie zeigen, dass Recht nicht nur in Gerichten, Ministerien oder Universitäten stattfindet. Recht begegnet den Menschen in Wohnungen, Betrieben, Familien, Schulen, Behörden und im digitalen Raum. Wenn eine Ausstellung auf einem Marktplatz oder an einem Bahnhof steht, wird dieser Gedanke unmittelbar sichtbar. Menschen können ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen, einzelne Stationen ausprobieren und sich je nach Interesse länger oder kürzer mit einem Thema beschäftigen.
Auch digitale Formate gehören zur Arbeit der Stiftung. Über Online-Angebote, soziale Netzwerke, Podcasts, Videos und digitale Beteiligungsplattformen können Interessierte unabhängig vom Wohnort teilnehmen. Das ist besonders relevant für Menschen, die nicht regelmäßig nach Karlsruhe oder Leipzig reisen können. Gleichzeitig ersetzen digitale Angebote nicht den persönlichen Austausch. Die Stiftung kombiniert beide Ebenen und schafft so eine Verbindung zwischen Veranstaltungen vor Ort, mobilen Projekten und digitaler Kommunikation.
Wer nach dem Begriff Stiftung Forum Recht Leipzig sucht, findet deshalb nicht nur einen zweiten Standort, sondern ein Beispiel dafür, wie eine bundesweit arbeitende Bildungseinrichtung organisiert ist. Karlsruhe bleibt der Sitz der Stiftung, Leipzig ist ein gleichberechtigter Bestandteil des Standortkonzepts, und mobile sowie digitale Formate erweitern die Reichweite. Diese Kombination macht die Stiftung zu einem dezentralen Forum für Recht und Rechtsstaat.
Team, Direktor, Kuratorium und Stiftung Forum Recht Gesetz
Die Arbeit der Stiftung wird von einem Team an den Standorten Karlsruhe und Leipzig sowie von weiteren Partnerinnen und Partnern getragen. An der Spitze der Stiftung steht ein Direktorium. Dr. Cord Brügmann übernahm am 16. Juli 2024 die Leitung der Stiftung Forum Recht. Er ist Jurist und Historiker und war zuvor unter anderem als Rechtsanwalt, in Führungspositionen und in der Politikberatung tätig. In seiner Arbeit verbindet er rechtliche, historische und gesellschaftspolitische Perspektiven. Sein Profil passt damit zum Anspruch der Stiftung, juristische Themen verständlich und in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen.
Das Kuratorium ist ein zentrales Organ der Stiftung. Seine Zusammensetzung ist im Forum-Recht-Gesetz geregelt. Dazu gehören elf Mitglieder des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesministerien, je ein Mitglied der Städte Karlsruhe und Leipzig sowie hochrangige Juristinnen und Juristen und die oder der Vorsitzende des Stiftungsbeirats. Die Mitglieder werden grundsätzlich für fünf Jahre entsprechend der Legislaturperiode des Deutschen Bundestages entsandt.
Vorsitzende des Kuratoriums ist Bettina Limperg, die Präsidentin des Bundesgerichtshofs. Die Einbindung verschiedener Institutionen soll sicherstellen, dass die Stiftung unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt. Das Kuratorium ist nicht mit dem operativen Team gleichzusetzen. Während das Direktorium und die Mitarbeitenden die tägliche Arbeit, Programme und Projekte umsetzen, übernimmt das Kuratorium eine institutionelle und strategische Funktion.
Das Forum-Recht-Gesetz beschreibt die rechtliche Grundlage und den Auftrag der Stiftung. Es legt insbesondere fest, dass die Stiftung aktuelle Fragen des Rechts und des Rechtsstaats aufgreift und diese für alle gesellschaftlichen Gruppen erfahrbar machen soll. Die gesetzliche Verankerung erklärt, warum die Stiftung nicht lediglich ein privater Veranstalter oder ein kommerzieller Ausstellungsbetrieb ist. Sie handelt im öffentlichen Interesse und arbeitet mit Bildungs-, Kultur-, Justiz- und Wissenschaftspartnern zusammen.
Auch ein Förderverein unterstützt die Arbeit der Stiftung. Der Förderverein Forum Recht e. V. ging aus dem Karlsruher Initiativkreis hervor und begleitet die Entwicklung an beiden Standorten. Er kann beispielsweise Studienreisen, Stipendien oder weitere Aktivitäten fördern. Die Stiftung selbst bleibt davon institutionell zu unterscheiden. Wer sich über Team, Direktor, Kuratorium, Satzung oder das Gesetz informieren möchte, findet die maßgeblichen Informationen auf den offiziellen Seiten der Stiftung. Dort werden außerdem Tätigkeitsberichte, Entstehungsgeschichte und Materialien zur Stiftungsarbeit bereitgestellt.
Der Suchbegriff Stiftung Forum Recht Kritik verweist auf ein grundsätzlich wichtiges Thema: Öffentliche Bildungsinstitutionen müssen transparent erklären, wie sie arbeiten, welche Themen sie auswählen und wie unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen beteiligt werden. Die Stiftung reagiert darauf unter anderem mit Beteiligungsplattformen, öffentlichen Veranstaltungen, Tätigkeitsberichten und dialogischen Formaten. Eine pauschale Bewertung ist jedoch nicht sachgerecht. Sinnvoller ist es, konkrete Programme, Zielgruppen, Kooperationen und veröffentlichte Berichte einzeln zu betrachten.
Studienreise, Stadtrundgang und Bildungsangebote
Die Stiftung Forum Recht bietet auch Fortbildungen und Studienreisen an. Diese Angebote richten sich insbesondere an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schule, politischer Bildung, Volkshochschulen, sozialer Arbeit und Medien. Ebenfalls angesprochen werden Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, Studierende, Schöffinnen und Schöffen sowie weitere fachlich interessierte Personen. Ziel ist es, Wissen über Recht und Rechtsstaat zu vertiefen und zugleich Ideen für die eigene Bildungs- oder Vermittlungsarbeit zu entwickeln.
Die Studienreise Rechtsstaat in Deutschland fand vom 19. bis 25. Oktober 2025 statt. Die Reise verband Fachvorträge, Gespräche und Besuche an Orten, an denen sich die Geschichte und Gegenwart des Rechtsstaats konkret nachvollziehen lassen. Thematisiert wurden unter anderem historische Erfahrungen mit Recht und Unrecht, die Nürnberger Prozesse, der Rechtsstaat im Nationalsozialismus und in der DDR sowie die heutige Arbeit staatlicher Institutionen. Der Ansatz war ausdrücklich praxisnah: Teilnehmende sollten nicht nur Texte lesen, sondern mit Personen und Einrichtungen vor Ort ins Gespräch kommen.
Für 2026 war eine neuntägige Studienreise zum internationalen und europäischen Recht vom 17. bis 25. Oktober vorgesehen. Die Route führt von Karlsruhe über Straßburg, Luxemburg und Brüssel bis nach Den Haag. Geplant sind unter anderem Einblicke in internationale und europäische Institutionen, Gespräche mit Fachleuten und Besuche am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, beim Europarat, am Gerichtshof der Europäischen Union, bei europäischen Institutionen und beim Internationalen Strafgerichtshof. Die Teilnahmezahl ist begrenzt und die Reise wird bezuschusst. Für drei Personen waren Stipendien des Fördervereins vorgesehen.
Ein weiterer Zugang ist der Stadtrundgang Recht stadtlich!. Das Format macht Recht im urbanen Raum sichtbar und verbindet Orte, Gebäude, historische Ereignisse und aktuelle Fragen. In Karlsruhe bietet sich dafür die besondere Dichte rechtlicher Institutionen an. Ein Stadtrundgang kann zeigen, wie Gerichte, Verwaltung, Stadtgesellschaft und öffentliche Debatten miteinander verbunden sind. In Leipzig werden ebenfalls Stadtrundgänge angeboten. Sie richten den Blick auf die Geschichte der Stadt und darauf, wie sich politische Entscheidungen, Freiheitsrechte und gesellschaftlicher Wandel im Stadtbild widerspiegeln.
Die Bildungsangebote der Stiftung sind nicht nur für ausgebildete Juristinnen und Juristen relevant. Gerade Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ohne juristischen Abschluss profitieren davon, Methoden für eine verständliche Rechtsstaatsvermittlung kennenzulernen. Dazu gehören Gesprächsformate, Workshops, Materialien, digitale Fortbildungen und praktische Begegnungen. Teilnehmende können anschließend eigene Angebote in Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Redaktionen oder sozialen Projekten entwickeln.
Wer sich für eine Studienreise oder Fortbildung interessiert, sollte die jeweiligen Teilnahmebedingungen beachten. Manche Angebote sind kostenfrei, andere werden bezuschusst und verlangen einen Eigenbeitrag. Die Bewerbungsfristen, Zielgruppen, Sprachanforderungen und maximale Teilnehmerzahl können von Termin zu Termin unterschiedlich sein. Das aktuelle Programm ist deshalb die verlässlichste Grundlage für eine Bewerbung oder Anmeldung.
Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit in Karlsruhe
Die Stiftung Forum Recht befindet sich in der Karlstraße 45 A, 76133 Karlsruhe. Die Adresse liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Eine wichtige Haltestelle ist Karlstor/Bundesgerichtshof. Sie wird von mehreren Linien angefahren und ist barrierefrei zugänglich. Eine weitere Möglichkeit ist die Haltestelle Karlsruhe Ettlinger Tor/Staatstheater. Von dort beträgt der Fußweg nach den Angaben der Stiftung ungefähr acht Minuten. Wer mit Bus oder Bahn anreist, sollte vor der Fahrt prüfen, ob es am Veranstaltungstag Änderungen im Linienverkehr gibt.
Für die Anreise mit dem Auto nennt die Stiftung mehrere Parkmöglichkeiten in der Umgebung. Dazu gehören das Parkhaus Ludwigsplatz in der Amalienstraße 10, das Parkhaus Postgalerie APCOA in der Amalienstraße sowie die Parkgarage der Badischen Landesbibliothek in der Ritterstraße 20. Diese Parkhäuser befinden sich nicht unmittelbar auf dem Gelände der Stiftung. Die Verfügbarkeit, Einfahrtshöhen, Öffnungszeiten und Gebühren können sich ändern und sollten direkt beim jeweiligen Betreiber geprüft werden.
Die Veranstaltungsräume in Karlsruhe sind ebenerdig und nach den veröffentlichten Informationen mit Rollstühlen barrierefrei zugänglich. Außerdem verfügt der Veranstaltungsort über ein rollstuhlzugängliches WC. Diese Angaben sind besonders für Veranstaltungen mit längerer Aufenthaltsdauer wichtig. Bei individuellen Fragen zur Zugänglichkeit, zu Sitzplätzen, Begleitpersonen oder besonderen Unterstützungsbedarfen empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Stiftungsteam.
Da die Stiftung unterschiedliche Veranstaltungsformate anbietet, kann die konkrete Raumsituation variieren. Bei einer Podiumsdiskussion gelten andere Anforderungen als bei einem Workshop, einer Ausstellung, einer Schulgruppenveranstaltung oder einem informellen Gespräch. Eine feste Kapazität oder ein allgemeiner Sitzplan wird für den Standort nicht angegeben. Wer mit einer größeren Gruppe anreisen möchte, sollte deshalb vorab klären, ob eine Anmeldung erforderlich ist und welche Räume für das gewünschte Format vorgesehen sind.
Für die Orientierung vor Ort helfen die zentralen Bezugspunkte Karlstor, Bundesgerichtshof, Ettlinger Tor und Staatstheater. Die Lage im Karlsruher Zentrum ermöglicht es, den Besuch bei der Stiftung mit weiteren Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten der Innenstadt zu verbinden. Gleichzeitig sollten Besucherinnen und Besucher beachten, dass die Stiftung kein dauerhaft geöffnetes Museum mit frei zugänglichen Öffnungszeiten ist. Der Zugang richtet sich nach dem jeweiligen Veranstaltungs- oder Ausstellungsangebot.
Die wichtigsten praktischen Informationen wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anfahrt, Parkhäuser und Hinweise zur Barrierefreiheit veröffentlicht die Stiftung auf ihrer Kontaktseite. Für die konkrete Planung sind dort die aktuellsten Angaben zu finden. Besonders bei Abendveranstaltungen, Gruppenbesuchen oder Veranstaltungen mit Anmeldung ist es sinnvoll, die Informationen rechtzeitig vor dem Termin zu prüfen. So lässt sich der Besuch am Standort Karlsruhe möglichst angenehm und zuverlässig vorbereiten.
Quellen:
- Stiftung Forum Recht – Offizielle Website und aktuelles Programm
- Stiftung Forum Recht – Kontakt, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit
- Stiftung Forum Recht – Entstehung und Mission
- Stiftung Forum Recht – FAQ und Auftrag nach dem Forum-Recht-Gesetz
- Stiftung Forum Recht – Kuratorium
- Stiftung Forum Recht – Dr. Cord Brügmann übernimmt die Leitung
- Stiftung Forum Recht – Pop-up-Ausstellung in Leipzig
- Stiftung Forum Recht – Fortbildungen und Studienreisen
- Stiftung Forum Recht – Studienreise Internationales Recht
- Stiftung Forum Recht – Programmvorschau 2026
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